Hochschulstudium mit integrierter Berufsausbildung

In 4,5 Jahren zum Bachelor of Science Studiengang Chemie mit integrierter Berufsausbildung zum/zur Chemielaborant/in oder zum Bachelor of Science Studiengang Ökologie und Umweltschutz mit integrierter Berufsausbildung zur Fachkraft für Kreislauf- und Abfallwirtschaft.

In den letzten Jahren bewährten sich kooperative Studiengänge als eine Möglichkeit zur Qualifizierung von Fach- und Führungskräften. Davon machten bisher vor allem große Unternehmen Gebrauch. Die geringere wirtschaftliche Leistungsfähigkeit und der zahlenmäßig geringere Nachwuchsbedarf je Unternehmen gestatten es kleineren Unternehmen im Regelfall nicht, vergleichbare Strategien zur Gewinnung von Fach- und Führungskräften anzuwenden.

 

Das Sächsische Staatsministerium für Wirtschaft und Arbeit (SMWA) und das Sächsische Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst (SMWK) legten deshalb ein Förderprogramm auf, um klein- und mittelständische Unternehmen (KMU) den Zugang zu diesem Qualifizierungsgang zu erleichtern.

 

Die Sächsische Bildungsgesellschaft für Umweltschutz und Chemieberufe Dresden mbH (SBG) hat sich zusammen mit der Hochschule Zittau/Görlitz mit Erfolg an dieser Ausschreibung beteiligt. Diese Initiative wurde vom Arbeitgeberverband Nordostchemie e. V. unterstützt.

 

Die SBG hat nun den Auftrag mit der HS Zittau/Görlitz einen kooperativen Studiengang aufzubauen, der durch die Vernetzung der Lernorte Hochschule, Betrieb und überbetriebliche Bildungsstätte in 4 ½ Jahren den Abschluss in einem der o. g. Ausbildungsberufe und den Bachelorabschluss ermöglicht.

Um die Absolventen optimal auf ihre künftige Rolle als betriebliche Fach- und Führungskraft vorzubereiten, erwerben sie Zusatzqualifikationen auf folgenden Gebieten:

-                 Führungskompetenz (Projektmanagement, Moderation und Präsentation, Unternehmensführung, Konflikt- und Zeitmanagement)

-                 Europakompetenz (Sprachausbildung, fremdsprachliche Ausbildung, interkulturelle Kommunikation, Landeskunde)

Anliegen des Praxissemesters ist es, den Studierenden durch die Übertragung einer Projektarbeit bereits vor Abschluss der Qualifizierung einen vertiefenden Einblick in ihren Ausbildungsbetrieb zu ermöglichen. Auf diese Weise können sie auch langfristig an das Unternehmen gebunden werden.

Die Absolventen dieser kooperativen Studiengänge verfügen demzufolge neben einer ersten akademischen Qualifikation und dem Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf bereits über  betriebsspezifische berufliche Kenntnisse, Fähigkeiten und Kompetenzen.

 

Die Bewerber müssen über die allgemeine Hochschulreife oder Fachhochschulreife verfügen und zwischen dem Unternehmen und dem Jugendlichen ist ein Berufsausbildungsvertrag mit einer Laufzeit von drei Jahren und ein Studienfördervertrag abzuschließen.

 

Förderung für die Ausbildung in diesen Bildungsgang erhalten Unternehmen für die berufspraktische Ausbildung an der SBG, zusätzliche Mittel für Reise, Unterkunft und Verpflegung für die Auslandspraktika, die Zusatzqualifikationen, die Koordinierungskosten der Hochschule sowie die Unterstützungsleitungen der SBG bei der Bewerbergewinnung.

Förderfähig sind diese Bildungsgänge, wenn die Teilnehmer ihren Wohnsitz im Freistaat Sachsen haben und die Vertragspartner KMU sind.

 

Diese Bildungsgänge sind auch für Teilnehmer außerhalb Sachsens und Großunternehmen offen. Für diese Bildungsgänge werden aber keine Fördermittel zur Verfügung gestellt.